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Traumwetter, Top-Beteiligung, unterschiedliche Leistungen

Traumwetter, Top-Beteiligung, unterschiedliche Leistungen


Ski-Alpin-Meisterschaften und Europacup-Rennen am Glungezer in Tirol mit vielen Teilnehmern!

Bei idealen äußeren Bedingungen, kaltem aber sonnigem Wetter, waren die 59. alpinen Ski-Staatsmeisterschaften zugleich wichtige Europacup-Rennen für die ÖGSV-Topathleten im Hinblick auf die Winter-Deaflympics im März in der Türkei. Die Meisterschaften wurden jeweils in 5 Kategorien ausgefahren: Damen, Herren, Kinder U10,  Jugendliche U14 und Herren Senioren.

Am Glungezer, einem Berg der Tuxer Alpen, gleich neben dem bekannteren, aber niedrigerem Patscherkofel, wurde am 1.Wettkamptag der Slalom gefahren.

Der 1.Durchgang brachte gleich einmal eine negative Überraschung für das Olympiateam des ÖGSV. Melissa Köck, Fixstarterin bei den Deaflympics fädelte schon im ersten Lauf ein und schied vorzeitig aus. So war der Weg zum Staatsmeistertitel frei für Johanna Köttl, die seit kurzem für den GSK NÖ-Wien startet. Köttl gewinnt deutlich vor der erst 15jährigen Tirolerin Paula Eder vom GSV Tirol und Belinda Brunnbauer vom WGSC.

In der Europacup-Wertung wird Köttl klar hinter der Deutschen Nele Schutzbach 2., noch vor der Schweizerin Celina Niederhauser. Köttl wird bei den Winter-Deaflympics noch zulegen müssen, um mit den besten mithalten zu können!

Bei den Männern wird der Steirer Christoph Lebelhuber seiner Favoritenrolle gerecht und holt sich den Slalom-Staatsmeistertitel souverän, mehr als 10 Sekunden vor Michael Zechmeister vom Wiener GSC und Oswald Strickner vom GSV Tirol.

In der Europacup-Wertung muss sich Lebelhuber nach zwei Läufen allerdings dem Tschechen Jiri Hartig doch deutlich, mit mehr als 4 Sekunden geschlagen geben. Hartig wird wohl auch einer der direkten Konkurrenten bei den Winter Deaflympics sein.

Die Rennen der Kinder waren leider nicht besonders gut besetzt, dennoch hatten die Kids und Jugendlichen einen super schönen Renntag bei den vom Skiclub Absam, gemeinsam mit dem GSV Tirol sorgfältig durchgeführten Renntag!

Auch Tag 2, der Tag des Riesentorlaufs beginnt mit einer Überraschung! Christoph Lebelhuber, nach dem Slalom-Sieg auch im RTL klarer Favorit, rutsch vor dem vorletzten Tor auf dem Innenski aus, kracht ins vorletzte Tor und scheidet schon im 1.Durchgang mit Zwischenbestzeit aus! Der schnellste im ersten Lauf ist daher Michael Zechmeister und mit Bestzeit auch im 2.Lauf sicher sich der Niederösterreicher, welcher für den WGSC an den Start ging, den Staatsmeistertitel im Riesentorlauf. Der Tiroler Oswald Strickner holt sich seine zweite Medaille an diesem Wochenende, wird 2., noch vor seinem Tiroler Vereinskollegen Ernst Hammer!

Die EC-Wertung im RTL geht an den Franzosen Thomas Luxcey, nur 5 Zehntel vor dem Tschechen Jiri Hartig, Rang 3 geht an den Deutschen Marco Rehle. Für Staatsmeister Zechmeister reicht es in dieser internationalen Besetzung nur zu Rang 9, der Rückstand auf die Top3 Europas mit rund 8 Sekunden leider schon deutlich.

Bei den Damen erwischt Favoritin Melissa Köck, einen viel besseren Tag als am Vortag beim Slalom. Die Kärntnerin liegt schon nach Lauf 1 mehr als 5 Sekunden vor der österreichischen Konkurrenz, fährt auch im 2.Durchgang dieses RTL Bestzeit, bleibt in beiden Läufen jeweils als einzige unter der Minuten-Grenze und wird überlegen RTL-Staatsmeisterin. Rang 2 geht mit dem Respektabstand von mehr als 9 Sekunden an Johanna Köttl, die ebenso ihre zweite Medaille bei diesen Meisterschaften holt, wie die diesmal drittplatzierte Paula Eder.

Auch in der Europacup-Wertung holt sich Köck souverän den Sieg! Im Riesentorlauf ist unsere Medaillen-Hoffnung für die Winter-Deaflympics also in sehr guter Form.

Schon in 3 Wochen folgt ein weiteres Europacup-Wochenende in der Slowakei. Diese Rennen sind dann die wichtigste Vorbereitung für das ÖGSV-Alpin-Nationalteam für die Winter-Deaflympics, ab 2.März in Erzurum!

Übrigens: am Riesentorlauf-Tag war auch die Teilnahmezahl bei den jungen Nachwuchs-Talenten des gehörlosen Skisports ansprechend, der RTL ist also weiterhin der klassische Bewerb im alpinen Rennsport und daher haben da auch deutlich mehr Kinder, Jugendliche und Senioren aus dem Raum Tirol zum Glungezer gefunden!

Ergebnisse

Fotos

Bericht: Michael Klöppel

Traumwetter, Top-Beteiligung, unterschiedliche Leistungen

Veröffentlicht am 16. Januar 2024 um 07:59

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