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Abschlussbericht Winter Deaflympics


Abschlussbericht XVIII Winter-Deaflympics 2015 in Khanty-Mansiysk, Russland 24. März – 5. April 2015

10-Gravogl_RobertEs war mir eine Freude und Ehre, den ÖGSV – Skiteam als Chef de Mission und Kongressteilnehmer zu den 18. Deaflympics begleiten zu dürfen. Mein Auftrag bestand nicht nur darin, dem ICDS-Kongress gemeinsam mit Präsident Günther Duschet beizuwohnen (detaillierte Informationen zu dem ICSD – Kongress/ Sonderseiten: oegsv.at/deaflympics2015), sondern ich hatte auch folgende Aufgaben inne: Betreuung des Snowboardteams und Medienarbeit.

Der eigentliche Austragungsort war Khanty-Mansiysk, wo die meisten Bewerbe durchgeführt wurden, nur die Skirennen (außer Slalom) mussten aufgrund der ungeeigneten Pistenbedingungen (keine Abfahrtstrecke, zu flache und kurze Piste) nach Magnitogorsk ausgewichen werden, wo die Abfahrt um einen Tag verschoben werden musste, da es Transportprobleme gab. Es konnten nicht alle Sportgeräte und Materialien im Flugzeug verstaut werden, so musste ein Teil der notwendigen Geräte extra mit einem LKW (nach)transportiert werden. Gleich zu Beginn der Deaflympics ein kleines Chaos, dennoch konnte unser Team die nötige Ruhe bewahren. Auch wenn wir am ersten Wettkampftag (Abfahrt der Herren und Damen) nicht die erhofften Medaillen holen konnten (M. Grill 5. Platz, B. Brunnbauer 4.Platz) und etwas Druck spürten – wie schon so oft wird von uns Österreichern erwartet, dass wir gleich zu Beginn der Bewerbe eine Medaille holen – tat das der guten Stimmung im Team keinen Abbruch.

Am nächsten Tag schien für uns wieder die Sonne – endlich die ersten Medaillen – aber wie!!! Im Super-G und in der Kombination konnten wir gleich 4 Medaillen einheimsen!!! Im Super-G wurde unsere M. Köck hervorragende 2. und B. Brunnbauer holte die Bronzemedaille! Den undankbaren 4. Platz holte K. Köck. 3 Österreicherinnen unter den ersten vier! In der Kombination die komplett gleiche Ergebnisliste wie im Super-G. 2 Silbermedaillen also für M. Köck und 2 Bronzene für B. Brunnbauer. Die große Leidtragende war K. Köck mit zwei Mal Blech! Ein 4. Platz bei einem internationalen Event ist eigentlich hervorragend, doch bei Großereignissen zählen leider nur Medaillen. Schade für Kristina! Die Männer gingen an diesem Tag leider leer aus. Sowohl im Super-G als auch in der Kombination der Herren erreichten C. Lebelhuber den 5. und M. Grill den 7. Platz.

Am folgenden Tag fanden die RTL-Bewerbe statt. Endlich die erste Medaille für unsere Burschen!!! Trotz sehr starker Konkurrenz holte C. Lebelhuber, der im ersten Lauf nur auf Rang 6 gelegen war, nach einem fulminanten 2. Lauf á la M. Hirscher noch die Bronzemedaille!!! Die Freude war bei uns allen natürlich groß. M. Grill wurde in diesem Bewerb unter 37 Rennläufern Neunter. Bei den Damen der nächste Medaillenregen! Silbermedaille für M. Köck, Bronzemedaille für B. Brunnbauer und 5. Platz für K. Köck. Die insgesamt 7. Medaille für Österreich!

Dann ging es „retour“ nach Khanty-Mansiysk, wo zwei Tage später die Slalombewerbe am Programm standen. Leider waren auch im normal kalten Russland die Temperaturen nicht gerade „Pistenfreundlich“: Plusgrade!!! Folge: matschiger Schnee!!! Dennoch ließen sich unsere Damen von den schlechten Pistenverhältnissen nicht beirren und konnten die nächsten Medaillen für uns Österreich holen. Diesmal eine kleine Änderung zu den Ergebnissen an vorigen Tagen: M. Köck holte, wie an den Tagen zuvor die Silberne und K. Köck konnte diesmal endlich die heißersehnte Medaille für sich buchen – Bronzemedaille!!! Das war wirklich Balsam für sie – nach zwei Mal Blech! B. Brunnbauer rutschte vom 2. Platz im ersten Lauf in den 4. Rang. Wieder 2 Medaillen für Österreich!!! Bei den Herren wurde C. Lebelhuber 5. und M. Grill 8. Auch wenn unsere Burschen keine Medaille holten, dennoch zeigten sie trotz hoher Konkurrenzdichte eine tolle Leistung!

Nun zu den Snowboardern. Die Leistungen unserer Snowboarder waren nicht minder schlechter als die der SkifahrerInnen. Dennoch reichte es leider nicht zu einer Medaille, wo ich ehrlich zugeben muss, dass da bedauerlicherweise etwas Pech im Spiel war. Im Parallel Riesenslalom beim Kampf um den Einzug ins Halbfinale war R. Petr lange Zeit in Führung, doch einige Tore kurz vor dem Ziel rutschte er etwas aus und verlor an Speed, sodass sein russischer Gegner aufholen konnte und ihn noch kurz vorm Ziel abfing. So blieb ihm also leider „nur“ der 5. Rang. W. Gruber wurde trotz Sturz insgesamt Neunter.

Im Slalom konnten sich beide Snowboarder für den Hauptbewerb qualifizieren, wobei R. Petr die Laufbestzeit hatte und W. Gruber den tollen 6 Platz erreichte. Eine beeindruckende Leistung und wir waren guter Dinge, dass beide in der Finalrunde tolle Platzierungen erreichen würden.

R. Petr fuhr bis zum Halbfinale ein sehr gutes Rennen! Im kleine Finale verlor er trotz zwei guter Rennen gegen den Russen und holte leider „nur“ Blech. W. Gruber verlor im Viertelfinale gegen den späteren Deaflympicsieger aus Japan und erreichte den 6. Gesamtrang. Auch wenn die Snowboarder diesmal keine Medaille holten – dennoch eine respektable Leistung!

Ein neuer Rekord für Österreich! In Finnland, Ylläs 1995 holten wir damals 8 Medaillen, diesmal 9 Medaillen! 4 Silber und 5 Bronze durch unsere Skifahrer. Ich freue mich im Namen des ÖGSV sehr über diese tollen Leistungen und ich hoffe, dass wir uns auch in Zukunft über weitere Medaillen bzw. gute Ergebnisse unserer Leistungssportler freuen dürfen!

Nicht zu vergessen auch ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team: Präsident G. Duschet, Generalsekretärin B. Duschet, Ski Alpin Technischer Direktor B. Brunnbauer, Coach K. Zechmeister, Coach G. Köck, Servicemann F. Url, Heilmasseur A. Nowatschka, Snowboard Coach und Servicemann Gert Linhofer, Physiotherapeutin Karin Traxler

Ohne Euch wären wir nicht so erfolgreich gewesen!!!!

XIV Winter Deaflympics: noch offen

Mit sportlichen Grüßen Euer

Robert Gravogl

 

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